Geschichte
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Auslandseinsatz in Korea

Weltweit stehen die Fünfziger Jahre im Zeichen des Korea-Krieges. Besonders die Zivilbevölkerung hat unter den Folgen des Kriegs zu leiden. Als ein Waffenstand dies ermöglicht, beschließt das Rote Kreuz mit humanitärer Hilfe die Not zu lindern. Drei Schwestern der DRK-Schwesternschaft „Köln“ sind am Einsatz in Pusan beteiligt. Über zwei Jahre leitetet dort als erste Oberin die Bonner Schwester Imelda Wieners ein Hospital, eine  Poliklinik und eine Krankenpflegeschule. Schon damals bemüht man sich um Hilfe zur Selbsthilfe, denn es sind einheimische koreanische Schülerinnen, die in Korea zu Krankenpflegerinnen ausgebildet werden.

In den kommenden Jahren und Jahrzehnten sollten noch ungezählte Auslandseinsätze folgen, teils koordiniert und geleitet von Mitgliedern der Bonner Schwesternschaft. Zu diesen Ländern zählen: Indonesien, Jemen, Kenia, Kirgistan, Korea, Kurdistan, Nigeria, Pakistan, Somalia, Sudan, Tadjikistan, Tansania, Thailand, Türkei, Vietnam.

Sechziger Jahre: Schwestern und Familie

Anfang der sechziger Jahre trifft der Verein einen zukunftsweisenden Entschluss, dass nämlich auf Antrag auch verheiratete Schwestern ordentliche Mitglieder der Schwesternschaft bleiben oder als Mitglieder aufgenommen werden können. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass in diesen Jahren die Zahl der Unterrichtstunden für den Beruf der Krankenschwester von 400 auf 1.200 Stunden verdreifacht und die Ausbildung auf drei Jahre erweitert wird.

Indien und Korea in Bonn

Ebenfalls in den sechziger Jahren gelingt es der Schwesternschaft junge Frauen aus Indien und Korea für die Krankenpflegeausbildung an den Universitätskliniken Bonn zu gewinnen. Schwester Ute Nedden wird 1965 mit der Aufgabe betraut, 30 junge Krankenschwesterschülerinnen aus Kerala, Süd-Indien, und weitere 35 Schülerinnen aus Süd-Korea dabei zu unterstützen, sich in ihrem neuen Alltag in Deutschland zurechtzufinden. Die Initiative der Schwesternschaft führt schließlich zur Gründung der Abteilung Ausland der Krankenpflegeschule an den Universitätskliniken. Freundschaften aus jener Zeit bestehen bis heute.

Start in das „Freiwillige Soziale Jahr“

Mitte der sechziger Jahre verabschiedet der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres. Unterstützt von Elisabeth Horten, Vorstandsmitglied der Schwesternschaft, werden die Voraussetzungen für den Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres in Bonn geschaffen. Die erste Gruppe von Helferinnen im FSJ kann 1965 mit 37 Teilnehmerinnen ihren Dienst an den Bonner Universitätskliniken beginnen.

Von „Köln“ zur DRK-Schwestenschaft „Bonn“ e.V.

Nach mehr als 20 Jahren in Bonn im Venusbergweg ist die Schwesternschaft „Köln“ in der Bundeshauptstadt längst heimisch geworden. So trifft der Verein 1968 den Entschluss zur Umbenennung trägt seitdem den heutigen Namen DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. In den siebziger Jahren ist neben vielfältigen gesellschaftlichen Umbrüchen auch das Schwesternbild Veränderungen unterworfen. Die Bonner Schwesternschaft unterstützt die Veränderung aktiv, indem sie Wohnungen für aktive verheiratete Schwestern mit Kindern bereitstellt. „Unsere jungen Schwestern, Stations- und bald auch Oberschwestern sind verheiratet und haben Familie. Sie kommen zum Dienst und verrichten ihrer Arbeit wie jede andere berufstätige Frau.“, erläutert die damalige Oberin Ute Nedden in einem Pressegespräch Ende der siebziger Jahre.