WDR-Lehrstellenaktion berichtet live vom Aktionstag der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V.
Dienstag, der 30.Juni am frühen Morgen. Der Fahrer des zweistöckigen Londoner Oldtimerbusses - unterwegs im Zeichen der WDR Lehrstellenaktion – beweist beste Nerven und hervorragendes Augenmaß. Problemlos gelingt ihm die Einfahrt in den Hof der Schwesternschaft und danach ein nicht minder spektakuläres Wendemanöver. Pünktlich steht ab neun Uhr der Info-Bus bereit und mit ihm das Lehrstellenteam des WDR, Mitarbeiter der Arbeitsagentur für Arbeit und der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V., um während des gesamten Tages zum Thema Ausbildung in Gesundheitsberufen zu informieren.

- Die WDR-Lehrstellenaktion zu Gast bei der Schwesternschaft
Live-Übertragungen in das Programm von WDR2 und den Jugendsender 1LIVE sind geplant. Zusätzlich wird ein Kamerateam der Lokalzeit Bonn erwartet. Die Reporter Heino Streier und Till Opitz besprechen letzte Details mit den Interviewpartnern. So zum Beispiel mit Catriona Böhme und Christine Over, die unmittelbar vor dem Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin stehen. Obwohl das Examen in nur wenigen Tagen beginnt, sind beide der Einladung der DRK-Schwesternschaft gerne gefolgt, um Ausbildungssuchenden – und den Reportern – von ihren Erfahrungen zu berichten. Sämtliche Pflegeschulen, an denen die Schwesternschaft im Köln-Bonner Raum, in Bergisch Gladbach und Euskirchen ausbildet, sind an diesem Tag durch Schülerinnen und Schüler der Krankenpflege, der Altenpflege sowie der Krankenpflegeassistenz und Altenpflegehilfe vertreten.

- Praktische Übungen am Pflegebett
An zahlreichen Ständen präsentieren die Schüler Situationen aus dem Pflegealltag, die zum Mitmachen und Ausprobieren animieren. Im Festsaal der Schwesternschaft erwarten die Besucher Fittness- und Geschicklichkeitsspiele, die Gelegenheit zur Messung von Blutdruck und Blutzucker und praktische Übungen zur Lagerung eines Patienten im Pflegebett.

- Einschränkungen des Alters selbst erfahren
Einen Perspektivwechsel der besonderen Art bietet das Angebot, die körperlichen Einschränkungen eines über 80-jährigen Menschen aus eigener Anschauung zu erleben.
In der Geschicklichkeit behindert durch Handschuhe, Protektoren, eine Halskrause und zusätzlich eingeschränkt durch eine starke Brille, gilt es unter anderem einen Faden durch ein Nadelör zu ziehen, Erbsen zu lesen und ein Überweisungsformular auszufüllen. Das Erlebnis beeindruckt Schüler wie Lehrer gleichermaßen.

- Infostand der Agentur für Arbeit Bonn
Am Nebenstand beantworten Monika Ptak und Andreas Jürgens von der Agentur für Arbeit Bonn Fragen zur Berufsausbildung, während ebenfalls auf dem Hof der Schwesternschaft die erfahrenen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Peggy Wagner und Constanze Titscher – beide sind tätig im Fachbereich der Intensivpflege – über Wiederbelebungsmaßnahmen informieren und dazu einladen, Herzmassage und Beatmung an einer Puppe praktisch zu üben. Diese Gelegenheit lassen sich auch die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Bonner Gemeinschaftshauptschule Am Römerkastell nicht entgehen.

- Angeleitet von Profis: die Herzmassage kann Leben retten
Im Bereich der Intensivpflege werden Gesundheits- und Krankenpfleger(-innen) dringend gesucht. „Auch um für unsere Arbeit Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und damit Nachwuchs zu gewinnen, haben wir heute gerne zugesagt“, erläutern die beiden Pflegerinnen, deren Examen bereits knapp ein Jahrzehnt zurückliegt. „Die wichtigste Entwicklung der letzten Jahre ist sicherlich, wie sehr der menschliche Anspruch gestiegen ist. Deshalb wird die ständige Fort- und Weiterbildung immer wichtiger.“

- Auch das WDR-Fernsehen berichtet von Aktionstag der Schwesternschaft
Am späteren Vormittag ist auch der Übertragungswagen des WDR auf dem Hof der Schwesternschaft eingetroffen, und die Leitungen sind geschaltet. Für Catriona Böhme wird es nun ernst. WDR2-Reporter Heino Streier bittet die angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin zum Interview.

- Catriona Böhme im Interview mit Heiner Streier für WDR2
„Die Krankenpflege ist ein Beruf“ erläutert Catriona Böhme, „bei dem man flexibel entscheiden kann, ob man in Vollzeit, zu 50 oder zu 80 Prozent arbeiten möchte. Außerdem ist der Beruf international sehr gefragt.“ Nachfrage gäbe es sowohl in Deutschland wie auch im Ausland. Heino Streier ergänzt, dass zudem die Zukunftsaussichten ausgezeichnet seien – und dass endlich mit dem Vorurteil aufzuräumen wäre, dass man in der Pflege nichts verdienen könne. „Im dritten Lehrjahr gibt es 980 Euro“ erläutert Streier „und man fängt an im Beruf bei 2.000 bis 2.100 Euro brutto ohne Zulagen!“
„Und, wie war es? Was hast Du erzählt?“ Gerade kommt Catriona Böhme von ihrem Gespräch zurück. Christine Over und Robert Hirtz – unterstützt von Gabriele Wenz – steht das Interview mit 1LIVE erst noch bevor. Catriona Böhme kann ihre Kollegen beruhigen, denn es sei eine sehr freundliche und entspannte Atmosphäre gewesen, in der das Gespräch geführt worden sei.

- Gabriele Wenz, Robert Hirtz und Christiane Over im 1LIVE-Gespräch mit Till Opitz
Während die Schüler der Bonner Gemeinschaftshauptschule noch darüber diskutieren, inwieweit der Pflegeberuf „eher etwas für Mädchen statt Jungen“ sei, hat sich diese Frage für Altenpflegeschüler Robert Hirtz zu keiner Zeit gestellt. Nach vielen Jahren im Schuldienst wollte Hirtz sich mit Mitte vierzig beruflich neu orientieren und hat deshalb vor rund zwei Jahren mit der Ausbildung zum Altenpfleger begonnen.
Im Interview mit 1LIVE Reporter Till Opitz erläutert Hirtz, weshalb er sich für die Altenpflege entschieden hat. „Nach einer guten Ausbildung kann ich auch meine eigenen Talente mit einbringen, wenn ich zum Beispiel sportlich oder musikalisch veranlagt bin!“ Gabriele Wenz beschreibt die schulischen Voraussetzungen zum Start in die dreijährige Alten- und Krankenpflegeausbildung. „Wichtig sind ein guter Realschulabschluss oder Abitur.“ Christine Over, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung steht, fasst die Talente zusammen, die in der Pflege vor allem gefordert sind. „Man sollte gerne mit Menschen umgehen, im Team arbeiten und flexibel sein.“
Für die Mitarbeiter des WDR – und vor allem für die Interviewpartner – ist mit dieser Übertragung der entscheidende Teil der Arbeit geschafft. Nun dürfen auch die Reporter und Gesprächspartner bei den von Pflegeschülern gereichten Schnittchen endlich zugreifen. „Während einer Live-Sendung ist Essen absolut verboten, weil man sich verschlucken könnte!“ erklärt Heino Streier. „Übrigens genauso verboten wie mit einem Aufzug zu fahren“ Beides wäre nun erlaubt… Statt sich aber zurückzuziehen, nehmen die Journalisten sich die Zeit, die diversen Infostände noch einmal in Ruhe zu besuchen und mit Schülern und Lehrern und vielen Mitgliedern der Schwesternschaft ins Gespräch zu kommen.

- Im Inneren des WDR-Lehrstellenbusses: heute ganz im Zeichen der Gesundheitsberufe
Das gegenseitige Interesse ist groß. Nun haben auch Krankenpflegeschüler und Mitarbeiter der Schwesternschaft Gelegenheit, den blauen Lehrstellenbus zu besuchen und sich vom Erfolg der WDR-Lehrstellenaktion zu überzeugen.
Mehr als 40.000 Lehrstellen konnten in den zurückliegenden vierzehn Jahren vermittelt werden. Die Bedeutung der Berufe im Gesundheitswesen hat in diesem Zeitraum stetig zugenommen und wird weiter wachsen. Auch deshalb habe sich die Redaktion für den heutigen Besuch bei der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. entschieden, die mit rund 700 Ausbildungsplätzen pro Jahr zu einem bedeutenden Anbieter in der Region zählt. Die Berufssaussichten sind bestens.
Die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ bietet examinierten Pflegenden vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Krankenhäusern, Altenpflegeinrichtungen, Rehabilitationskliniken und der ambulanten Pflege in einem Umkreis von rund 100 Kilometern um Bonn. Über die Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote hinaus ist es der Schwesternschaft ein Anliegen, ihre Mitglieder persönlich zu fördern. Die Angebote reichen von Kursen – wie zum Beispiel zur Praxisanleitung in der Alten- und Krankenpflege, zur Wohnbereichsleitung wie auch zur Fachkraft für gerontopsychiatrischen Pflegeund Betreuung – bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen mit Bachelor-oder Masterabschluß.
Heino Streier, Reporter und zugleich Chef der WDR-Lehrstellenaktion, hat mit seinem Team bereits ungezählte Schulen und Betriebe besucht. Sein Fazit lautet: „Die DRK-Schwesternschaft Bonn hat diesen Tag perfekt vorbereitet. Wir haben uns hier bestens aufgenommen gefühlt und optimal betreut.“
Weitere Informationen zur Lehrstellenaktion des WDR und Mitschnitte der Live-Übertragungen in das Programm von WDR 2 und 1LIVE aus der DRK-Schwesternschaft erhalten Sie unter dieser Adresse. http://www.wdr-lehrstellenaktion.de/radio/lehrstellen/programm/2009/bus-bonn-gesundheitsberufe.phtml
Interessenten richten ihre Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz bei der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. bitte an die folgende Adresse:
DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V.
Venusbergweg 17 b
53115 Bonn
